Unsere ersten Schritte auf dem Jakobsweg


Nach einem letzten heimischen Frühstück machen wir uns gegen 9 Uhr auf den Weg. Die Rucksäcke sind mit dem Nötigsten bestückt. Das Wetter ist ganz gut für Mitte September. Nach wenigen Schritten erreichen wir den Haunesee und sind nun ganz "offiziell" auf dem Jakobsweg. Lange bleiben wir als Pilger nicht unerkannt. Wir werden mit einem "Buen Camino" begrüßt. Pilger erkennt man eben an der Muschel am Rucksack.

Zur Mittagszeit erreichen wir Fulda bei Sonnenschein. Am späten Nachmittag endet unser 1. Pilgertag in Büchenberg (Gasthaus "Zur Sonne"). Nach den knapp 33 km schmerzen die Füße und der Rücken sehr. Wir werden gut bewirtet und gehen früh zu Bett.

Am kommenden Tag führt uns der Weg durch Wälder und Felder nach Thalau und hinauf zur Schwedenschanze. Pause ... Wir überqueren die Hessische Landesgrenze und erreichen Oberweissenbrunn. Die letzten 3 Kilometer müssen wir per Taxi zum Kreuzberg hinauf gefahren werden. Sandras Füße machen leider nicht mehr mit. Im Kloster beziehen wir unser Zimmer und lassen den Abend mit gutem Essen und Kolsterbier ausklingen.

Tag 3 beginnt mit Nebel und Regen. Der Abstieg nach Langenleiten ist steil und sehr matschig. Langsam bessert sich das Wetter und wir kommen gut voran. Wir rasten hier und da. Meistens haben die Kneipen Ruhetag oder machen erst am Abend auf. Die Landschaft aber ist herrlich und wir zwei sind ganz allein auf weiter Flur. Am Abend erreichen wir nach 35 km Bad Kissingen und mieten uns im Kurheim "Marga" ein.

Auch am darauffolgenden Morgen ist das Wetter sehr durchwachsen. Wir lassen die Stadt schnell hinter uns. Viele Kilometer pilgern wir durch Wald und Gebüsch. Dann sehen wir endlich die ersten fränkischen Weinberge und das Tagesziel Geldersheim ist nicht mehr weit. Wir erreichen Geldersheim nach 25,6 Kilometern und bekommen ein Bett im "Zehnthof". Und ehe wir am nächsten Tag den kleinen Ort verlassen machen wir einen Rundgang durch die beeindruckende Gadenanlage. Es regnet mal wieder dennoch geht es schnurstracks weiter. Unterwegs rasten wir in einer Kirche und entzünden 2 Lichter. Wir danken für einen guten Weg und halten inne.

Am frühen Nachmittag erreichen wir Binsbach und bekommen ein Bett in der dortigen Pilgerherberge. Wir werden freundlich empfangen und das Wetter meint es nun gut mit uns. Wir sitzen den ganzen Nachmittag im Garten und genießen das Wetter und die freie Zeit.

Tag 6 beginnen wir mit dem Besuch der Binsbacher Kirche. Hier finden wir einen Stempel für unseren Pilgerpass. Die Wasserflaschen füllen wir bei einer netten älteren Frau (der Brunnen an der Kirche war leider trocken) zu Hause auf. Die Menschen am Jakobsweg sind herzlich und hilfsbereit. In Güntersleben machen wir eine längere Mittagspause. Wir entscheiden nur bis Zell zu laufen. Der Weg über die Mainbrücke ist etwas wackelig aber dennoch toll. Im Supermarkt holen wir uns eine Flasche Sekt und etwas Schokolade. Heute Abend wird gefeiert. Wir erreichen das Gasthaus "Zur Rose" nach 27 Tageskilometern. Wir mieten uns ein schönes Zimmer und lassen uns gut bewirten.

Ein letzter Morgen an dem wir die Füße bereit zum pilgern machen. Ein vorerst letztes Mal werden die Schuhe geschnürt und die Rucksäcke gepackt. Es geht alles wie von selbst. Nach gutem Frühstück starten wir in unseren letzten Tag. Es sind noch 5 km bis Würzburg. Das Wetter ist gut und wir erreichen die "Don Bosco Kirche" gegen 10 Uhr. Hier endet offiziell unsere 1. Pilgertour. Wir stempeln noch einmal unseren Pass. Irgendwie ist es komisch schon am Ziel zu sein. Über die Alte Mainbrücke gelangen wir direkt an den Dom. Wir zünden Kerzen an und halten inne. Wir schlendern noch etwas durch die Stadt, ehe es per Bahn nach Hause geht

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