Freude Freude Freude

Nach einem tollen Abend mit Heidi, Gaby und Veronika und einer guten Nacht im Pilgerquartier der Taberna Vella geht es um kurz nach 7 raus aus dem Federn. Die ersten Pilger sind schon um 5 Uhr lautstark vorbeigezogen. Wir frühstücken gemütlich zusammen und quatschen und quatschen und quatschen. Die Zeit verfliegt, aber das juckt uns gar nicht. Wir fühlen uns so wohl hier, dass man eigentlich bleiben möchte. Ein Stück Heimat was Heidi hier geschaffen hat und durch Ihren Spirit wird die Heimat belebt. Ganz unglaublich tolle Frau. Der Abschied zögert sich bis 9 Uhr hin… und es tut weh. Aber wir kommen wieder, soviel ist ganz sicher. Heidi wir sehen uns in ein paar Tagen in Santiago – das Bier geht auf uns!

Wehmütig reihen wir uns in die vorbeiziehende Pilgerschar ein. Schattig größtenteils und gemütlich schlängelt sich der Weg dahin. Die Sonne brennt am Himmel und keine einzige Wolke ist zu sehen. Wir gehen durch wahnsinnig viele Eykalyptuswälder und kommen aus dem Riechen gar nicht raus. Kurz vor Santa Irene pausieren wir und treffen noch mal auf Gaby und Veronika. Die zwei machen auch jeden Spaß mit und sind sehr sympathische Wegbegleiter. Wir hoffen, wir sehen uns in Deutschland mal wieder. Wir essen eine echt leckere frische Tortilla und schlürfen eine Coke dazu. Jetzt gerade wird uns erst bewusst, das wir noch 18 km vor uns haben und es schon nach 11 Uhr ist. Upps, das wird lang heute Abend.

Abwärts und flott geht es nach O Pedrouzo, wir rauschen einfach durch. Zack und wieder auf dem Weg im Wald mit Schatten. In der Sonne ist es schier nicht auszuhalten. Ich schwitze wie sau. Unglaublich wie und wo man alles Schwitzen kann und die Klamotten am Körper kleben. Wir kommen nach weiteren 45 Minuten nach Amenal. Oh da gibt’s ne Bar. Bingo! Hier treffen wir auch Donna aus Vancuver wieder und Klaus aus Deutschland. Donna will noch bis Lavacolla und Klaus geht heute noch nach Santiago. Uns trennen knappe 16 km bis dahin. Welch ein Wahnsinn. Unser Plan weiterhin ist heute bis nach Monte de Gozo zu gehen. Wir trinken ne ganze Menge Radler, füllen die Wasserflaschen noch auf und gönnen uns zudem noch ein Eis. Heute zählt es!

Rucksäcke schultern, weiter geht’s. Ultreia! Der Camino zeigt sich noch mal von seiner schönsten Seite. Viel Wald und Natur und einige steile Anstiege. Hier haben es auch die Radpilger schwer und schieben den Anstieg hoch. Dabei kommen wir einem deutschen Radpilger ins Gespräch. Dann bald hören wir die ersten Flugzeuge und kommen am Flughafen, besser den Landebahnen von Santiago vorbei. Es gilt noch ein paar Anstiege zu meistern. Über San Paio kommen wir nach Lavacolla. Der Ort ist rasch durchquert. Obwohl wir kurz überlegen noch eine Pause zu machen, aber es ist keine Bar in Sicht. Also geht es weiter und ein paar Meter später treffen wir auf Roland aus Ungarn. Wir freuen uns ihn noch mal zu sehen. Und nun noch 3 km bis Monte de Gozo. Diese ziehen sich moderat Ansteigend eine gefühlte Ewigkeit. Wir kommen an den Sendestationen der TV Sender vorbei, durchqueren noch San Marcos ehe sich der Berg der Freude uns endlich offenbart.

Jippie! Wir stehen am Denkmal am Monte do Gozo. Wahnsinn! Geschafft. Die letzten Meter zur Herberge schaffen wir auch und sichern uns ein Bett. Nach dem Duschen geht’s zum üblichen Sightseeing. Wir gehen zu den bronzenen Pilgerstatuen. Diese blicken auf Santiago und ja auch wir blicken darauf und sehen in der Ferne die Kathedrale. Ein bewegendes Gefühl. Wie wird das erst morgen, wenn wir davorstehen?

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