Die N1 ist wirklich laut

Tag 13 Nach Branca

Guten Morgen Welt…. Nachdem gestern abend der Pilger in unserem Zimmer um 23 Uhr auch endlich zur Ruhe gekommen ist, konnten wir auch schlafen. Sechs Uhr hies es raus aus den Federn, anziehen, packen und nach einem kleinem Frühstück gings kurz nach 7 on the Camino. Die ersten 2 Kilometer gehts an der Straße entlang und dann treffen wir wieder auf die gelben Pfeile. Wir kommen wieder durch ein paar kleinere Ortschaften und auch ein geschäftiges Industriegebiet ist dabei. Voralem aber ist es laut, so viele Autos. Das nervt gewaltig. 

In Mourisca gibts neben der Ruhe auch einen Jakobswegbrunnen und der hat sogar Wasser. Nein, das ist eben nicht normal. Wir queren etliche Male die N1 und kommen an die Römerbrücke die uns über den Rio Marnel führt. Ja die Römer waren immer und (fast!) überall. Jetzt wirds spannend, denn für über 1 Kilometer laufen wir direkt auf der N1. Wem also von der Sonne noch nicht heiß ist, dem wird es es durch das aufsteigende Adrenalin. Wir überqueren den Rio Vouga, ein gewaltig breiter Fluss. Früher führte der Camino über die alte Brücke, die wir rechterhand erahnen, wenn wir zwischen den LKWs hindurchschauen. Diese ist aber völlig zerstört. Schade, sehr schade sogar. Es geht nach der Brücke bergauf nach Serem. Hier finden wir eine schuckelige Bar und machen erst mal Pause. Wir bekommen hier sogar einen Pilgerstempel. Bevor es weiter geht schmieren wir erst mal ordentlich Sonnencreme. 

Es ist 10 Uhr morgens und die Sonne brennt. Der Weg geht noch etwas an der Straße entlang, zweigt aber schon bald in ländliches Gebiet ab. Die Wege nicht ganz so berauschend. Hier wurde viel abgerodet und überall zieren tiefe Spurrinnen und Gehölz den Weg. Im Wald selber ist der Weg mächtig gut beschildert, das schafft man ohne groß zu schauen. Nach gut 1.5 Stunden erreichen wir Albergaria-a-Velha. Eine relativ große Stadt, mit viel Trubel und zahlreichen Gechäften und Bars. Wir kehren nicht ein, sondern schlendern einfach hindurch. Der Weg bringt uns zurück n den den Eukalyptuswald, dr ziemlich verbrannt aussieht. Wir kommen an eine große Marienstatur, mit Abzweig zum Wallfahrtsort Nossa Senhora do Scorro. Allerdings gehen wir nicht hinauf, sondern weiter geradeaus durch den Wald. Wir kommen nach Albergaria-a-Nova und direkt am Ortseingang befindet sich die Herberge. Nee, wir gehen weiter. Wir bleiben an der Straße und kehren wenige Meter später in eine tolle Bar ein – Pao Padaria. Wow. Hier essen wir erst mal voll gut, Hamburger und Fritten. Mega toll! Sorry, wir hatten halt Hunger! Weiter an der Straße entlang treffen wir auch bald wieder auf den netten gelben Pfeil. 

Nach gut 1.5km kommen wir nach Branca. Hier hat einen neue Herberge eröffnet und hier bleiben wir heute nach knapp 25km. Weiterlaufen geht nicht, da alles weitere zu weit weg ist. Wir sind die ersten Pilger heute hier (bleiben es auch) und werden sehr herzlich empfangen. Einfach klasse. Doppelzimmer ohne Stockkbetten, sauberes Bad und Küche. Küche voll mit allem was man braaucht und abends wird gekocht. Dazu ein toller Garten, Vogelgezwitscher und Sonne satt. Was soll ch sagen, wahnsinn - ach so alles auf Spendenbasis! Wir relxen und quatschen und lassen es uns wieder einmal gut gehen.

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