Sonne ist super, Schatten allerdings auch!

Tag 9 Nach Alvorge Um Sechs stehen wir auf und schleichen uns aus dem Zimmer. Unsere Rucksäcke hatten wir bereits am Abend zu vor nach unten gebracht. Anziehen und packen. Liede hat ein tolles Frühstück vorbereitet und so starten wir gestärkt in den neuen Tag. Gemütlich beginnt der Weg und läuft gut und wenig steil (hoch oder runter) durch den Wald. Morgens wenn die Sonne fehlt ist es wirklich recht lange frisch. Abwechselnd geht es im Wald oder an der Straße entlang. Nach 13 km erreichen wir de erste Bar in Alvaiazere und steuern diese direkt an. Kaffee und ein lecker belegtes Sandwich und die Welt ist in Ordnung. Und mittlerweile ist auch die Sonne aus den Federn gekommen und prasselt auf uns herab. 

Aufwärts geht es aus dem Ort heraus, alles auf Teerstraße. Es lässt sich gut laufen. Vor allem die weiten Blicke ins portugiesische Umland sind atemberaubend. Wir kommen durch viele kleinere Orte durch und werden fast überall von kläffenden Hunden begrüßt. Ich zucke jedes Mal zusammen, vor allem wenn diese nicht angeleint sind und uns hinterher laufen. Das zerrt an den Nerven. Zu mal es auch niemanden zu stören scheint, außer uns eben. Ansonsten geht es uns echt gut auf dem Weg und heute läuft es fast wie von selbst. So muss es ja auch sein. Ansteigend erreichen wir nach knapp 26km den zweiten größeren Ort heute – Ansiao. Hier geht’s erst ml in die Kirche, die wirklich schön ist. Inne halten und kurz alles andere da draußen vergessen – auch das ist Camino für uns. Nach der kurzen Stille geht es direkt gegenüber in die Panateria. Dort holen wir uns was zu essen und zu trinken und machen ausgiebig gut 1 Stunde Pause. 

Die Sonne brennt am Himmel und trocknet uns für den Moment. So ein auf und ab und noch dazu manch mal unwegsam fordert uns ganz schön. Aber nach der Pause geht es weiter, Zeit haben wir genug und die verbringen wir am liebsten auf dem Camino – is halt so. Vor uns liegen noch rund 8km bis Alvorge. Einen Teil davon gehen wir auf der Straße, umgehen so einen dicken heftigen Berg. Kurze Bierrast (Mini-Bier 0.2) und dann auf in die letzten 4 km. Runter erst mal und dann kräftig bergan, aber auf gutem Weg. Alvorge erreichen wir gegen 17 Uhr und der erste Weg führt in die Bar. Dort bekommen wir den Schlüssel zur Herberge und ein kühles „Zielbier“ obendrein. Die Herberge ist nur knappe 300 m weiter, neben der Kirche. Wir sind wieder die einzigen Pilger hier. 

Kochmöglichkeiten sind eingeschränkt – es gibt nur eine Mikrowelle. Nun ja, da lassen wir die heute für uns kochen. Also erst mal Betten beziehen und duschen, dann schlendern wir noch mal hoch (ja genau HOCH!) ins Zentrum. Wir gehen einkaufen. Im Mini-Mercado bekommen wir alles – Mikrowellenlasagne, Nachtisch, Wasser, Wein, Käse, Wurst und Toast. Tschakka, 15E und Abendessen und Frühstück ist sicher! Wegen des WLANS zieht es uns doch noch mal in die Bar… Naja gut, das Bier schmeckt ja nun auch wirklich prima. Übrigens, haben wir keine 200km mehr bis Porto. So jetzt lassen wir kochen und trinken genüsslich den Wein.          

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