Bonifatiusroute andersrum


Fulda – Blankenau

24 km, trotz 5 km Umweg relativ eben und sonnig

Kurz nach 8 Uhr morgens fährt Leo uns nach Fulda. Hier starten Martin, Frank und ich unsere „Bonitour“. Wir haben entschieden hier in Fulda am Grab des Bonifatius zu starten. Normalerweise beginnt der Weg in Mainz und endet in Fulda. Wir gehen als entgegengesetzt. Es ist noch etwas frisch und vor dem Dom ist es noch menschenleer. Die Fronleichnam-Messe läuft gerade und somit bekommen wir auch keinen Stempel. Schade, den holen wir nach. 8.38 Uhr geht’s dann endlich los. Ein Bonischild sehen wir nicht, also folgen wir der Muschel eben erst mal bis Johannesberg. Das Wetter ist gut und uns geht es auch bombig. Alles neue und schöne Wegweiser, aber keines was auf die Bonifatiusroute hindeutet. Es ist irgendwie komisch. 10 Uhr erreichen wir Hamerz und machen erst mal eine Frühstücksrast.

Es geht weiter und immer noch kein Hinweis auf den Weg. Wir befragen das Navi und bong... wir sind ja total falsch gelaufen. Nicht ein richtiger Kilometer. Unser Bauchgefühl hatte also doch recht. Wir sind schon in Fulda falsch gestartet, da wir dachten die Route sei mit dem Jakobsweg teilweise identisch. Wir machen einen Schlachtplan und entscheiden irgendwie querfeldein nach Kleinheiligkreuz zu kommen. So gegen 12 Uhr erreichen wir Istergiesel und weiter suchen wir die richtige Route. Es geht in den Wald und auf sehr wüste Wege. Aber dafür sehen wir Rehe, Füchse und Hasen und unseren Humor haben wir auch noch. Natur pur, ganz wunderbar.

Nach 18 km und 5 Stunden quer durch den Wald erreichen wir Kleinheiligkreuz und

sind somit offiziell Bonifatius-Pilger.

Und nun auf dem richtigen Weg gibt es natürlich auch Wegweiser... Wir rasten dennoch und essen gut zu Mittag. Anschließend gibt es den ersten offiziellen Stempel. Die Sonne lacht und der Wind weht, nicht zu kalt und nicht zu heiß – alles prima. Nach gut einer Stunde geht’s weiter, vorbei an der Hessenmühle stets bergauf und bergab. Wir treffen einen Boni-Pilger und unterhalten uns kurz. Er will heute noch bis Fulda kommen. Da wir die Route andersherum laufen, werden wir sicher noch ein paar Pilger treffen. Wir erreichen Hainzell und besuchen die Kirche. Hier gibt es einen weiteren Stempel und wir hinterlassen einen Eintrag im Gästebuch. Die kommenden 2 Kilometer bis Blankenau ziehen sich jetzt ganz schön.

Gegen 16:30 Uhr erreichen wir die Unterkunft und entscheiden heute auch nicht mehr weiter zu kaufen. Wir haben ein 3-Bett-Zimmer und es ist riesen groß. Der Herbergsvater bittet gleich zu Kaffee und Kuchen und wir atmen erst mal dabei durch. Nach dem duschen gehen wir noch eine Runde spazieren. In der Kirche gibt es auch einen Pilgerstempel. 20 Uhr gibt es Abendessen. Eine Vorsuppe und als Hauptgang „Strammer Max“. Es schmeckt sehr gut und wir sind richtig satt. Dann plauschen wir und trinken gemütlich ein Bier. 22 Uhr fallen wir dann todmüde ins Bett.

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