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Pilgern auf dem Jakobsweg - vor der eigenen Haustür!

Der 1. Marbacher Gemeindepilgertag führte auf der „Via Regia“ von Rasdorf nach Marbach. Eine Gruppe von 18 Pilgern machte sich frühmorgens auf zu einer Wanderung, bei der es neben dem gemeinsamen Gehen auch Zeit für geistliche Impulse gab. Der Tag begann mit Singen und Beten auf dem alten Wehrfriedhof in Rasdorf. Herr Pfarrer Peter Ludwig forderte uns auf, den Aufbruch zu wagen und den ersten Schritt bewusst zu setzen und zu genießen. Bei herrlichem Sonnenschein brachen wir in Richtung Haselstein auf. In der St. Mauritius Kirche zu Haselstein machten wir eine kurze Rast und bekamen geistliche Impulse zum Nachdenken und Weiterdenken.

Durch Wald und über Feld und Flur führte uns der Weg bis zum Weinberg. Hier machten wir nach rund 10km eine ausgedehnte Mittagsrast. Mit weitem Blick und sehr viel Wind haben wir die Aussicht vom Aussichtspunkt „Via Regia“ genossen. An der Jakobuskirche in Hünfeld angekommen erhielten wir unseren nächsten Pilger-Stempel und konnten bei einem Gebetsimpuls inne halten. Im Hauptaltar sahen wir, etwas unscheinbar, den Patron unserer Pilgerschaft. Herr Pfarrer Peter Borta erklärte mit kurzen Worten, das diese Jakobusfigur aus einer Zeit stammt, in der das Pilgern in Vergessenheit geriet, und somit der Jakobus nur mit Pilgerstab und ohne Muschel dargestellt ist.

Mit 2 Pilgern mehr in unserer Gruppe setzten wir unseren Weg fort. Zur Überraschung aller wartete kurz vor Rückers ein kleines Kuchen- und Kaffeewunder am Wegesrand. In der St. Anna Kirche zu Rückers gab Herr Pfarrer Ludwig eindrucksvoll einen Impuls zum Thema Stille. Stille genießen und verstehen will gelernt sein. Wenig später erreichten wir die Jakobus-Stempelstelle am Haunesee. Dann war es nur noch ein Katzensprung zum Marbacher Pfarrheim, wo bereits ein deftiges Abendessen auf uns wartete. Gut gelaunt und glücklich ließen wir den Tag ausklingen.

Bei gutem Wetter machten die Pilger die Erfahrung von Sonne und Wind, Kraft und Müdigkeit, Unbeschwertheit und kleineren Schmerzen - und kehrten immer wieder zu dem Gott zurück, der dieses Leben in der Hand hat. So war der Pilgerweg nicht nur eine wunderschöne Wanderung, sondern auch Gelegenheit, diesem Gott wieder neu zu begegnen. Ein interessanter Weg, von dem die Teilnehmer weit mehr als nur die Stempel in den persönlichen Pilgerausweisen mit nach Hause nehmen konnten. Unter geistlicher Begleitung durch Herrn Pfarrer Ludwig gelang es, einen Pilgertag ganz bewusst zu erleben. Auf der Strecke von ca. 27 km ließ es sich aktiv „entschleunigen“.

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