Estaing hat ein tolles Schwimmbad

Es wird ein langer, heißer Tag und somit schmeißt uns der Wecker um halb sechs aus der Kiste. Ich bin sogar mal vor dem Wecker wach. Hatte eine sehr unruhige Nacht und mein Kopf schmerzt wie sau. Das Frühstück steht schon bereit und in null komma nichts sind auch die Rucksäcke gepackt. Kaffee, Brot und Marmelade für ganze 10 Euro. Voll der Wucher! Schnell sind wir fertig und los geht’s. Zunächst führt der Weg am Ufer des Lot entlang.

In Bessuéjouls gibt es einen Rastplatz mit Toilette – gerade rechtzeitig. Hier steht auch ein überdimensional großer eiserner Pilger… Dann ist auch Schluss mit eben und es geht steil einen Trampelpfad hinauf. Hier steht ein Schild – für Autos und Moped gesperrt… Wie bitte sollen diese auch hier durchpassen? Der Pfad ist mit Rucksack schon echt eng. In le Briffoul haben wir dann die meiste Höhe geschafft. Na zumindest haben wir einen tollen Talblick.

Gegen Mittag erreichen wir bei herrlichstem Wetter Estaing. Der erste Blick fällt hier geradewegs auf das Schwimmbad. Oh wie gerne würde ich da jetzt rein springen. Wir machen Pause und genießen den Schatten. Der Weg führt nicht einmal in die Stadt selber und zum Sightseeing fällt wirklich jede Menge Lust. Also rasten wir am Wasserhahn und erfreuen uns der vorbeikommenden Pilger. Steil ansteigend verlässt der GR 65 das städtische Gebiet entlang der Straße. Nur wenige Passagen führen uns durch den Wald. Und auch wie die letzten Tage geht es permanent rauf und runter und das in der Hitze. In la Sansagnerie eine weitere Wasserstelle und wir pausieren kurz. So wieder ein ganzes Stück an Höhe geschafft und zum Glück geht es erst mal im Wald bergab. Das tut richtig gut. Überall hier haben Pilger sich niedergelassen und genießen den wunderbaren Tag.

Gegen 15 Uhr erreichen wir Golinhac und stiefeln den Berg zum Campingplatz hinauf. Dort sagt man uns, dass alles belegt wäre und nur in Reval was frei ist. Das will man nach dem Aufstieg natürlich nicht hören, ist aber so. Also Reval gebucht.

Dazu müssen wir nur 800 m zurückgehen…. Ahhhhhh ZURÜCK! Wir finden ein altes Bauernhaus vor und nach anfänglichen Schwierigkeiten öffnet sich auch die Tür. Wir beziehen oben den Schlafsaal. Hier ist es echt schön. Alles neu gemacht und sauber. Noch ist keiner außer uns da. Wir duschen und haben dann Großwaschtag. Bei so viel Sonne trocknet alles im Nu. Wir gehen dann wieder Richtung Camping, dort gibt es einen kleinen Laden. Wir kaufen ein und dann wird gekocht. Wir nehmen gleich zwei Pilger mit, die auch hier übernachten und den Abzweig verpassten. Mittlerweile sind noch ein paar andere Pilger eingetroffen. Mit dem französischen Paar quatschen wir und sie scheinen nett und unkompliziert zu sein. Der andere Pilger… merkwürdig. Und dann wird relaxed. Hier in mitten einer Wohlfühloase kann man es gut aushalten. Unsere Ravioli schmecken und der Wein tut sein Übriges… Gute Nacht.

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