Es kann nicht immer die Sonne scheinen

Heute Morgen haben wir super gefrühstückt. Mit Schokobrot und Müsli und Kaffee on Maß. Richard ist kurz nach uns auch aufgestanden. Hier lassen wir eine unserer Muscheln da, für die tolle Herberge. Der Herbergsvater sichtlich gerührt und hat uns einen Schnaps mitgegeben. Die Herzlichkeit hier in Frankreich ist super und kaum einer ist gestresst. Man tut hier alles zum Wohl der Pilger.

7:32 starten wir dann. Schnell sind wir aus der Stadt raus und es geht stetig auf Asphalt hinauf. Nach 2,5 Stunden kommen wir an eine kleine Kirche und rasten kurz.

Sitzen kann man hier schlecht aber wenigstens kommt der Rucksack mal von der Schulter. Wie auch gestern geht es heute stetig hoch und runter. Wir sehen wenig Pilger, sind meist alleine auf weiter Flur. Die Sonnenblumen werden weniger, die Weinreben sehr viel mehr. Heute ist es bewölkt und nicht so heiß. Das ist auch echt gut so. Die lange Etappe von 33km wird so anstrengend genug. Punkt 12 Uhr erreichen wir Montreal. Nach dem obligatorischen Stempel und Kirchenbesuch geht's was trinken. Wir entdecken Richard in einer Bar und gesellen uns dazu. Ein Radler und 5 Euro weniger - dann geht es weiter.

Vor uns liegen noch 4 Stunden bis Eauze. Wir nehmen unbewusst Tempo auf und erreichen Lamothe nach weiteren 2 Stunden. Hier gibt es eine Bar in der wir uns direkt niederlassen. Huch und mit uns noch einige weitere Pilger. Wo die auf einmal herkommen? Richard ist auch da. Ein Radler und zackig geht's weiter. Es zieht sich immer mehr zu und es wird jeden Moment regnen. Ein paar Meter weiter steht hier ein Wegezeichen, das besagt noch 1000 km bis Santiago. Wahnsinn. Steil bergab geht es bis wir die ehemaligen Bahngleise erreichen. Dieser Bahntrasse folgen wir knappe endlose 7 Kilometer bis Eauze. Immer sturr geradeaus. Zwischenzeitlich haben wir die Rucksäcke regendicht verpackt. Wir selber noch nicht. Es fieselt ja nur im Moment.

Dann geht es runter ins Zentrum und in der Touristeninfo bekommen wir ein fast letztes Bett in der Gite. Top! Hier haben 4 Pilger Platz. Corinne kommt noch dazu. Sie ist Schweizerin vom Genfer See. Wir kochen heute wieder - Spaghetti Bolognese. Während ich mich erst mal ausruhen muss, geht Frank einkaufen. Dann das übliche - Duschen, Waschen, Kochen.

Anschließend ein kurzer Spaziergang durch die Stadt. Hier ist ein großes Fest und alles singt und tobt. Die verschiedenen Gilden haben hier Stände mit Ihren Köstlichkeiten aufgebaut. Oh das riecht und hm wie lecker. Ein Zauberer zeigt was er kann, die Musik spielt und Menschen wohin das Auge reicht. Der Regen bleibt beständig da. Wir schlendern noch etwas umher und dann geht es bei Zeiten heute ins Bett.

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