Memories from Ostabat

Wie immer geht's früh los. Nach einer schrecklichen Nacht mit mega Schnarchern in unserem Zimmer. So was haben wir noch nie erlebt. Ich bin sichtlich müde. Der Weg jedoch ist schön. Heute Morgen ziehen wir mit Jacke los. Es ist frisch aber einen tollen Sonnenaufgang sehen wir. Herrlich. Zu dritt kommen wir gut voran. Um halb 10 erreichen wir nach rund 13 km einen mobilen Servicewagen. Sie ist gerade am Aufbauen. Das ist ja mal cool. Wir warten also eine Weile. Dann gibt’s Kaffee und belegtes Baguette. Und Richard besorgte mir zwei Kippen von der Dame. Was kanns Schöneres geben! Die naheliegende Toilette suchen wir noch auf, dann sind wir wieder auf dem Weg.

Wir laufen immer mit Blick auf die Pyrenäen. Wahnsinnig toll und das Wetter ist heute auch wieder sonnig ohne Wolken. Wir gehen auch nicht die Variante über St. Palais, sondern den ganz normalen Weg. Auch wenn das bedeutet, dass es heute keinerlei Geschäft geben wird. Die Weg heute wieder viele Teer und Schotter aber gut zu gehen. Wir treffen kaum einen Pilger unterwegs. Wir kommen zur „Stele de Gibraltar“. Hier vereinen sich die Wege aus Vezelay, Tours und dem unseren von Le Puy. Wir folgen nun dem Prozessionsweg steil bergauf zur Chapelle de Soyarza. Es geht wirklich steil und steinig hoch. Kleiner Vorgeschmack auf die Pyrenäen. Von hier oben haben wir eine Aussicht, das ist der helle Wahnsinn. Wir verewigen uns hier und hier rauch ich auch die zweite Kippe von heute Morgen. Würdiger Anlass so finde ich. Pilger kommen und gehen, manche kennen wir, manche nicht.

Steil und steinig geht es bergab. Wenig später kommen wir erneut an eine Stele und hier steht erstmals St. Jean als Richtung dran… 5h dann wären wir da. Klar zu viel für heute. Ostabat ist nicht weit. Hat es aber noch mal in sich. Der Ort drohnt hoch oben auf dem Hügel. Den wir gleich mehrfach bezwingen. Erst hoch – Kirche gehen. Gite suchen und feststellen, dass sie ganz unten ist. Also wieder runter, feststellen, dass diese voll ist. Peng wieder hoch und nun rasten wir in der Bar. Wir trinken Panasch und überlegen wo wir nächtigen sollen. Es gibt noch eine Unterkunft, diese ist nicht weit weg und die Wirtin ruft an und reserviert die letzten drei Betten. Und wie wir dann das Radler genießen kommt Torben in Ostabat an. Was für eine Überraschung. Wir plaudern und auch er hat noch keine Unterkunft. Er will noch weiter gehen.

Wir gehen weiter 1 km und erreichen die Gite. Es sitzen schon einige Pilger davor, da die Gite erst um 16 Uhr öffnet. Laurent und Arnelle sind auch hier und wir fallen uns in die Arme.

Dann checken wir ein und sind mit François und einem Schweizer Kerlchen im Zimmer. Die Gite hat einen Pool. Ich und Richard gehen schwimmen. Und dann genießen wir den Nachmittag und relaxen, quatschen und haben Spaß. Das Abendessen findet 19 Uhr statt. 4 Gänge wie üblich und mit baskischer Unterhaltung. Ganz großes Kino! Zum Schluss köpfen wir noch eine Flasche Wein mit Richard. Und mit François rauch ich noch eine. Dann ab ins Bett.

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