Via Podiensis se fini

Zum ersten Mal seit Tagen deine Nacht gut durchgeschlafen. Gut gelaunt und frisch starten wir drei Deutschen in den Tag. Jeder Schritt bringt uns näher nach Saint Jean. Jeder Schritt näher am Abschied. Die Sonne lacht, die Wege sind gut. Ein Kaffeehaus nach 1,5 Stunden lädt zur Pause ein. kaufen wir gleich Käse am Stück für den die nächsten Tage. Nach 3 weiteren Stunden erreichen wir einen größeren Ort. Frank liefert sich mit Armelle einen Sprint. Wir Frauen beäugen das aus der Ferne - die sind verrückt unsere Männer. Riesen Gelächter. Hier gibt es endlich wieder Zigaretten für mich. Top. Pause bei Kaffee und Panasch bei totalem Sonnenschein. Wenig auf und ab, schnellen Schrittes erreichen wir Saint Jean Pied de Port.

Puh der helle Wahnsinn für uns. Kaum zu glauben. Schier unmöglich wären wir nicht alle hier. Hinter uns liegen gut 1100 französische Kilometer. Und jetzt liegt Spanien vor uns und wieder haben wir uns ein Land erlaufen. Zuerst steuern wir das Pilgerbüro an und lassen uns Infos für Spanien geben. Dann ist Bierzeit. Hier wimmelt es von Neu Pilgern - man sieh es Ihnen so sehr an. Wir finden es super toll. 14 Uhr Checken wir in der Gite Communal ein. Das folgt duschen, waschen und eine kurze Runde durch die City.

Zu viel des Guten hier in der Stadt. Tourismus ohne ende. Das überrumpelt uns voll. Wenn man tagelang durchs Nichts läuft, kommt es dir hier vor wie ein Jahrmarkt. Wir trinken ein Radler und holen Proviant für morgen. Zurück zur Gite. KAFFEE trinken und resümieren. 13 Pilgertage bis hierher. Tolles Wetter und viele nette Pilger haben uns den Weg durch Frankreich genießen und spüren lassen

Dann macht Frank sich an die Zugbuchung. Das gestaltet sich schwieriger als erwartet. Gegen 19 Uhr haben wir alles für die Rückfahrt im Kasten, hoffen wir das alles klappt. Richard lädt uns zum Essen ein. Ein letztes Mal zusammen sitzen und glönnen. Es ist schade ihn gehen zu lassen. Die Zeit mit ihm auf dem Camino war einfach toll und herzlich. Zum Abschied bekommt er eine Muschel von uns. Die habe ich von Zuhause mitgenommen und wollte sie immer nur an besondere Menschen weiter geben. Es ist die erste auf dieser Tour, die in eine andere Richtung geht als wir. Möge Sie Richard nach Santiago begleiten.

Morgen geht's über den Pass. Richard wird den Zug nach Irun nehmen und den Norte gehen. Vorerst trennen sich unsere Wege hier. Aber nur hier und nur für den Moment. Wir hatten tolle Tage zusammen. Sind seit Condom zusammen unterwegs. Und morgen früh werden wir noch gemeinsam Frühstückendann geht jeder seinen Weg. Buen Camino !!!

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