Hasta la vista

Der letzte Pilgertag beginnt wirklich chillig und gemütlich. Wir gehen um 7 zum Frühstück. Das fällt wie immer spartanisch aus. Nicht mal der Kaffee schmeckt. Der Meinung sind hier so einige. Gut, ich schütte ihn mir trotzdem rein, wach werden muss ich ja irgendwie. Dann packen wir und gegen halb acht geht's los.

Vor uns liegen 22 km, gemütliche Kilometer. Über die Brücke verlassen wir Zubiri. Der Weg schlängelt sich mit sanften Steigungen am Wasser entlang. Der Boden steinig und staubig. Unsere Schuhe sind schon schneeweiß.

Heute vergeht die Zeit wie im Flug. Wir erreichen nach 10 km eine Bar und kehren ein. Café, Cola und Tortillia. Lecker. Hier ist auch richtig gut was los. Pilger wohin man blickt, aus nahezu allen Ländern. Und klar sind außer uns noch andere Deutsche da. Aber so momentan ist uns nicht nach Kommunikation. Das Ende des diesjährigen Weges ist nah. Das ist unsere Stimmung gerade blöd.

Es wird dunkel und die dicke Regenwolke entlädt sich. Schöner, warmer Sommerregen und wir sitzen trocken. 10 Minuten später ist alles vorbei und die Sonne knallt wieder ihre 35 Grad auf uns herab.

Es geht noch mal ordentlich bergauf und ab - das hätte ich so nun auch nicht mehr gedacht. Wir kommen nach Trinidad. Hier ist die erste offene Kirche und sogar mit Stempel. Dankbar für eine tolle Zeit halten wir inne. Viele gute Erlebnisse und unglaubliche Menschen haben uns begleitet. Noch ein Radler an der Bar, dann bleibt der Weg städtisch. Ruck zuck erreichen wir Burlada und dann die Magdalena Brücke von Pamplona.

In der Casa Paderborn werden wir herzlich willkommen geheißen und Checken ein. Ein letztes Mal das übliche Abendprogramm. Dann gehen wir auf Sightseeing Tour. Was für eine riesige Stadt. Besonders voller Touris heute, da Feiertag ist. Too much für uns, nach den einsamen Tagen der vergangenen 2 Wochen. Wir gucken also mal hier und da. Stellen schnell fest, daß alles - aber auch wirklich alles - auf den Stierkampf ausrichtet. Alles voll davon. Wir schauen uns ein paar Sachen an. Die pompöse Kathedrale mal wieder geschlossen.

Zu guter Letzt verschlägt es uns in eine der vielen Tabas Bars. Wir trinken Bier und essen eine Kleinigkeit. Dann geht es zurück zur Casa. Hier ist es voll geworden und es wimmelt von Deutschen und Italienern.

Mit ein paar Leuten gehen wir was essen, ist ein super lustiger Abend. Mit Guten Essen, Wein und Bier lassen wir ihn ausklingen. Jasmin spielt noch auf der Gitarre und alle singen mit. Toller Abschluss für uns.

Buen Camino Peregrinos.

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