Ausbildung Pilgerbegleiter Teil 2

Puh..gäääähn. In aller frühe klingelt der Wecker und ich hüpf raus aus den Federn. Um 6 Uhr stehe ich mit leichtem Gepäck am Fuldaer Bahnhof. Heute reise ich nach Soest und begebe mich mit auf den Weg nach Werl. Dieser Pilgertag ist Bestandteil der Ausbildung zum Pilgerbegleiter.

Ich sitze im Zug, schwanke aber gewaltig zwischen müde und wach. Die halbe Stunde bis Kassel geht zügig vorbei und dann hole ich mir erst mal einen Kaffee und was zu essen. Schon krass was dieser Kaffee und das Tomate-Mozzarella-Brötchen gerade bewirken. Ich sitze also im nächsten Zug, schlürfe meinen Kaffee und esse das Brötchen und merke wie ich voll fit bin. Ich freue mich richtig auf den heutigen Tag. Draußen wir es langsam hell und das Wetter unterwegs wankt zwischen Sonne und Regen.

Kurz vor neun erreiche ich Soest und treffen gleich am Bahnhof auf einige Bekannte Gesichter. Gemeinsam gehen wir zum Marienkrankenhaus - denn dort treffen wir uns erst mal. Schnell noch mal zur Toilette, ein hastiger Kaffee und dann gehts zum eigentlichen Startpunkt.

An der Kirche "Maria zur Wiese" ein Impuls zum Aufbruch, ein Pilgerheft für jeden Teilnehmer und los gehts. Durch das Jakobitor verlassen wir Soest und folgen nun der Muschel, die schnell aus der Stadt herausführt. Wir plaudern was das Zeug hält - es gibt so viel zu erzählen. Und so gehen wir ohne es zu merken Schritt für Schritt weiter. Im Gespräch vertieft trotten Albert und ich der Gruppe hinter her. Auch mal schön, wenn man einfach nach laufen muss.

Es folgt am Stadtrand die 1. Unterbrechung. Essen, Trinken und ein Wege-Impuls lassen uns 10 Minuten verweilen. Das Wetter hält sich. Es ist zwar bedeckt, aber weder Regen noch Kälte vorhanden. So lässt es sich gut gehen.

Dann geht jeder für sich - schnurgerade aus und völlig eben. Das sind ja so gar nicht die Wege, die ich kenne. Komischerweise vermisse ich voll die "Berge". Und das lässt mich voll grübeln, denn sonst verfluche ich diese doch immer. Hmmm.

Barbara fährt das Begleitfahrzeug und steht an vielen Ecken um zu sehen ob alles gut ist. Find ich mal richtig klasse, Beim Pilgern weiß man ja nie, wie weit die Kräfte reichen.

Andrea und ich quatschen dann auch ne Weile und der Weg unter unseren Füßen fließt nur so dahin. Gegen Mittag erreichen wir Ostönnen. Hier in der Kirche halten wir einen Moment inne und sprechen gemeinsam das Angelus Gebet. Das besondere an der Pfarrkirche St. Andreas ist das historische Orgelwerk, das in seiner Art wohl einzigartig ist. Den Klang der Orgel hören wir nicht, ein wenig schade. Danach kehren wir im nahe gelegenen Cafe ein und lassen bei Kaffee und Kuchen die Füße einmal ruhen.

Weiter geht der Weg eine kleine Strecke an der B1 entlang. Heute ist zum Glück nicht ganz so viel Verkehr und wir biegen auch gleich schon in den nächsten Stichweg ein. So Straßen sind ja gar nicht mein Ding.

In der Ferne können wir schon die Türme der Wallfahrtsbasilika Werl sehen. Heinrich und ich philosophieren über dies und das und ruck zuck erreichen wir Westönnen. Hier kehren wir in der Kirche St. Cäcilia ein und bekommen einen Pilgerstempel.

Eine nächste Unterbrechung machen wir am Gutshof Ostuffeln. Während wir dem Impuls von Heinz-Georg lauschen hält Barbara Schokoriegel für uns bereit. Das ist toll. Gemeinsam laufen wir dann bis Werl - es ist ja nicht mehr weit.

Vor der Basilika, an der Marien-Stele beenden wir den Weg. Im Innern ertönt Orgelklang. Was für ein toller Empfang uns hier bereitet wird. :) In der Krypta noch ein Gottesdienst zum ankommen, inne halten und nachdenken.

Der Tag endet mit einem gemütlichen Essen und wir resümieren den Tag noch mal. 17:15 Uhr fährt dann auch mein Zug gen Bremen. Hatte mich kurz dazu entschlossen etwas Urlaub an der Küste tut gut... Gesagt getan ;)

Im dritten Model der Ausbildung werden wir richtig aktiv... Es geht um die Vorstellung eines Pilgerweges. Ich hab mir da auch schon was überlegt und arbeite an der Planung etc. Ihr dürft also gespannt sein.

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