So weit das Auge sieht und den Wind nicht nur im Rücken

Zwei Uhr - wach.... Ein richtig lauter Schnarcher im Zimmer, der alle weckt. Es dauert geschlagene 2 Stunden ehe ich wieder einschlafe und kurz drauf um 6 klingelt der Wecker. Ich bin gerädert und beim Frühstück flösse ich mir Non stop Kaffee ein.

Halb acht ein Foto vor der Herberge und los geht's. Es ist frisch, der Himmel voll bedeckt und düster. Hoffen wir das es trocken bleibt. Bergan führt der Weg aus der Stadt raus und führt über hügelige Landschaft nach Estella. Und die paar fisseligen Regentropfen sind weg und die Sonne drückt sich durch.

In einem Laden bekommen wir einen schönen Stempel. Dann geht's weiter gemütlich bergan zur Bodega de Irache. Und während um halb zehn in deutschen Büro das Knopers zum Einsatz kommt, zapfen wir Wein... hmmm schmeckt gut. Hier am Kloster kann man natürlich auch Wasser zapfen. Und wem das nicht reicht, der kann an Automaten auch Schokolade und anderes bekommen. Wasser und Wein gibt's für lau, den Rest nicht.

Wir gehen weiter, leicht bergan und durch den Wald. Pilger sehen wir wenige, aber keine Massen. Knapp 4 km später und einige Höhenmeter mehr erreichen wir Aquitanien und kehren in die Bar ein. Hier treffen wir auf die Schweizer Radpilger von gestern. Trinken Kaffee und essen ein Croissants. Hier weht es ohne ende und schwups fliegt die Tasse quer über den Tisch... klatsch entzwei.

Weiter geht's ne gute halbe Stunde straff bergauf bis nach Villamayor de Monjardin. Dort holen wir 2 Desperados und machen mittag aus der Box. Das Wetter ist sonnig mit richtig viel Wind, fürs laufen echt gut. Nach einer guten halben Stunde geht's weiter. Wir besichtigen die Kirche und erhalten einen Stempel.

Jetzt liegen noch knapp 12 km bis Los Arcos vor uns. Lange gerade Kieswege, etwas hügelig zur Abwechslung, kein Schatten, kein Ort, kaum Pilger und Vieeeeelllllll Wind. Gegenwind ist echt anstrengend. Man hat das Gefühl man kommt so gar nicht voran. Die Blicke in die Ferne gigantisch. Soweit das Auge reicht. Nach gut der Hälfte der Strecke kommt ganz unerwartet eine Bar. Was ein Glück. Zwei eiskalte Cola und ein Stempel. Saubere Sache und nun gehen wir die nächsten 5,7 km an.

Es zieht sich ewig. Und immer wieder ein Berg. Wenigstens ist der Untergrund gut zu gehen. Schlussendlich sind wir halb vier an der Herberge "Casa Austria". Check in, duschen, waschen und Siesta.

Um 17 Uhr geht's auf Sightseeing Tour. Die hiesige Kirche hat es echt in sich. Wahnsinn wie toll das da ist. Wir bleiben eine Weile. Dann gehen wir zur Feier des Tages gescheit essen..... und nun feiern wir 7. Hochzeitstag.

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