Von wegen eben...

Guten Morgen nach einer guten Nacht. Kurz vor sechs fängt das Trampeln und Rascheln und Türen fliegen an... gut da stehen wir halt auf und Ruck zuck verlassen wir 6:45 Uhr die Herberge. Frühstück gibt's später.

Sanft hügelige Landschaft, auf Schotterpisten und relativ eben. Nach gut 1,5 Stunden erklimmen wir die Anhöhe vor Sansol und frühstücken. In der kleinen Tienda im Ort gibt's frisch belegtes Sandwich und Kaffee. Super und Schinken-Käse schmeckt auch gut. Den Rest packen wir für später ein. Wenige Schritte weiter mit einem bergab-bergauf Spurt und wir sind in Torres del Rio. Hier ist mal eine Kirche auf, also nix wie rein. Oh ja Stempel... 1€ pro Person. Wir fallen fast vom Glauben ab. Zudem ist hier drin eine Stimmung wie am Volksfest. Kirche andächtig? Im Innenraum der einstigen Grabeskirche ist nichts zu sehen, sehr schade, aber die Reliquien wurden entfernt, wegen Restauration.

Hier in Torres del Rio ist jede Menge los. Viele Menschen, darunter viele Tourigrinos. Nix für uns. Schnell weiter also. Wenig später treffen wir auf Kerstin, Gisela und die Mädels. Prima, so können wir Amelie gleich noch zum Geburtstag gratulieren.

Dann wird es immer hügeliger. Rauf und runter und das ordentlich. Heute ist es mit 19° recht frisch, da stört etwas Anstrengung nicht. Recht schnell gegen 12 Uhr erreichen wir Viana. Puh nächster Schock. Stadt voll, brechvoll. Heute ist Patronatsfeier zu Ehren Santa Maria Magdalena und Santiago. Stierkampf und -lauf, Menschen wohin man blickt.

Wir pausieren bei einem Radler und machen uns dann auf den Weg nach Logrono. Noch 11,7 km liegen vor uns. Pilger sehen wir nur vereinzelt. Eine lange Asphaltstraße führt uns Richtung Logrono. Und dann kommen wir an die vielleicht bekannteste Stempelstelle auf dem Frances. Am Fußweg stempelte Dona Felisa jahrelang die Pilgerpässe. 2002 starb sie im Alter von 92 Jahren. Seither übernimmt ihre Tochter Maria den Job. Man hat ihr Gedenken erhalten. Ganz toll ist das und Maria ist sowas von freundlich.

Dann weiter bergan und immer Asphalt bis wir schließlich gegen 15:30 Uhr die Stadt erreichen. Wir entscheiden uns für eine kleine Herberge und gehen zur "CHECK IN RIOJA". Bähm Platz gefunden. Tolle saubere Herberge. Alles auf neuestem Stand, geräumige Zimmer ohne Doppelstockbetten und ein netter Empfang. Das ganze für 10 € die Übernachtung, plus 5 € für Waschmaschine und Trockner plus 1,50€ für Frühstück. ...noch Fragen? Und wir haben den Schlafraum für uns ganz alleine. Könnte kaum besser sein.

So jetzt geht's auf Sightseeingtour, wir haben noch Kraftreseven.

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