Heiss, trocken, staubig - Meseta


Relaxed und schier ausgeschlafen sind wir um 5:30 Uhr. Komisch. Aber allein im Zimmer hat enorme Vorteile. Gegen 6:15 Uhr sind wir fertig und gehen punkt halb 7 zum Frühstück. Wow, guter Kaffee und top Toastbrot. Herrlich. Gut gesättigt starten wir um 7 Uhr in den Tag - als letzte in der Herberge.

Moderat aufwärts und etwas steinig geht es los. Wir kommen an einem schönen Rastplatz vorbei. Naja in der Früh hat man nicht so viel davon. Es ist frisch heute morgen und auch etwas bedeckt. Aber ist auch gut so.

Hier gibt es riesige Getreidefelder, so weit das Auge reicht. Die Ernte ist aber oder auch zum Glück?!? schon eingefahren. Wenige kleine Sonnenblumenfelder säumen den Weg. Nach gut 2 Stunden erreichen wir Hornillos und rasten. Die Kirche ist mal offen und so nutzen wir diese zur Einkehr. Weiter bergan. Die Meseta hier ist steinig (ist sie vermutlich überall) und das tut voll meinen Füßen weh. Trocken und staubig, weit läufig und einsam, keiner vor oder hinter uns.

Hontanas erreichen wir halb zwölf. Es ist immer noch recht frisch. Wir rasten und stärken uns mit Brot und Cola. Hier ist ganz schön viel los. Da fragt man sich wieder, wo sie alle her kommen. Christian ist auch da und der Spanier auch. Die Kirche ist auch hier wieder offen. Total toll mit Musik begleitet. Eine kleine Bibelecke, wo sämtliche Bibeln in allen Sprachen liegen. Hier kann man zur Ruhe kommen. Wir zünden Kerzen an, halten inne und besinnen. Ein Ort zum runterfahren und durchatmen.

Jetzt ist auch Sonne da. Jippi, da ist es gleich mega heiß. Wir folgen der Straße und kommen nach endlosen Kurven nach St. Anton. Wir durchqueren eine Ruine. Ehemalige Klosterkirche. Hier gibt es noch eine Herberge. Schlafen unter freien Himmel in der Ruine. Nix für uns, also weiter.

Wenig später sehen wir Castrojeriz. Die Kirche Santa Maria del Monzano hat geschlossen. Schade. An der Kirche Santa Domingo hängen 2 steinerne Totenköpfe. Diese sollen zum Nachdenken über Vergänglichkeit und Ewigkeit anregen. Hm na gut.

Die Herberge Rosalie finden wir schnell und checken inkl. Frühstück ein. Es ist nett hier. Wir sind im 6er Zimmer, das schnell voll ist. Überhaupt ist auch in der Stadt jede Menge los. Pilger über Pilger. Die städtische Herberge ist ruck zuck voll. Nach dem Duschen geht es zum Sightseeing. Wir treffen auf den Spanier, trinken und quatschen zusammen.

Zum Abendessen gibts Pilgermenü. Schmeckt und macht satt. Auch wenn die Gläser nicht sauber sind...komische Tiere im Brot sitzen - der Wein schmeckt und tötet bestimmt unliebsames ab.

Morgen geht es bis hinter Fromista.

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