Es ist nicht alles gold was glänzt

Wir stehen gegen 6 Uhr auf, alle anderen auch. Das ist heute morgen ziemlich entspannt. Durch die einzelnen Schlafzimmer oder eher Kabinen hat auch jeder so seine Privatsphäre. Gut gelöst. Kaffee und süße Brötchen gibt's obendrein. Die ersten Pilger ziehen schon vorbei, dabei ist es noch nicht mal hell. Egal, gegen 7 Uhr starten wir auch.

Zunächst sind wir in 500m im Ort - Popblacion de Campos. Und es geht schnurr stracks weiter. Ziemlich frisch heute morgen. Die Jacke hätte doch gut getan. Naja nun is rum. Tatsächlich bin ich einfach zu faul, den Rucksack abzusetzen und die Jacke rauszuholen. Es geht auch ohne!

Parallel zur Straße führt der Weg wenig bergauf immer geradeaus. Pilgerströme vor und hinter uns. Oh wie ich das hasse. In Villarmentero de Campos biegen nur wenige zur Kirche ab. Hier bekommen wir einen Stempel und einfach Ruhe.

Bis Carrion geht es immer an der Straße entlang. Gut geschotterter Weg und so langsam werden es auch weniger Pilger. Irgendwann sehen wir Carrion in der Ferne. Schier endlos fühlt sich der Weg an.

In Carrion besuchen wir die Kirche Santa Maria del Camino. Ein Muss für uns. Und es lohnt sich wirklich. Ruhe und Besinnung in der so hektischen Stadt. Anschließend finden wir eine kleine nette Bar. Hier rasten wir mit Cola und Bocadillo. Dann werden alle Wasserressourcen aufgetankt und wir begeben uns wieder auf den Weg. Es ist gerade 12 Uhr mittags und zum hier bleiben steht uns nicht der Sinn.

Die kommenden 17 km werden hart, heiß und trocken soviel ist klar. Aber egal. Los geht es gen Calzadilla. Zunächst führt der Weg am Kloster San Zollo vorbei. Entlang der Landstraße rund 3 km weiter kommen wir an einer Klosterruine vorbei. Kurz danach beginnt die Via Aquitana.

Eine original Römerstraße, zum Glück besser geschottert, als damals. Früher wurde hier Gold transportiert. Zwar halten wir die Augen offen, finden aber nichts. Es glitzert zwar hier und da, aber da spielt die Sonne uns einen Streich.

Anfangs gibt es noch einige Bäume, die richtig gut Schatten spenden. Nach einer Weile hört das allerdings auch auf und Sonne pur wohin man schaut und nur geradeaus. Irgendwann zerrt das an den Nerven. Kaum Abwechslung für Auge und Geist. Rastplätze gibt es auch, wenige aber es gibt sie. Nach gut der Hälfte der Strecke kommt eine wirkliche Pilgeroase. Hier trinken wir ne eiskalte Pepsi und rasten kurz im Schatten.

Dann gehen wir noch gut 1,5 Stunden mit heftiger Hitze und viel Gegenwind. Anstrengend ganz klar. 15.30 Uhr erreichen wir Calzadilla de la Cueza und werden an der Herberge von Vincent begrüßt. Freude....

Die städtische Herberge ist sauber und gepflegt und für 5 Euro pro Person super. Trinken, duschen, waschen - wie immer eben. Relaxeing heute etwas kürzer aber ausreichend.

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