Welchen Weg denn nu?

Nach einer fast schlaflosen Nacht und sichtlich gereizt packen wir unsere 7 Sachen und ziehen los. Wir verlassen recht schnell den Ort und kommen an eine Wegkreuzung. Hier ist der Weg geradeaus und nach links markiert. Puh, ja welchen Weg denn nun schon wieder? Irgendwie werden wir mit Varianten geradezu überfordert. Schlussendlich und mehr spontan als alles andere wählen wir die "REAL CAMINO" Variante. Keine Ahnung ob das klug war oder nicht. Wir gehen nämlich den ganzen Tag an der N-120 entlang - ausnahmslos! Das ist schon nervig und laut und noch dazu brüllt die Sonne vom Himmel und es staubt wie nichts.

In San Miguel del Camino finden wir mit etwas Glück eine offene Bar und genießen erst mal Frühstück - auch an der Straße! Und ja schön ist wirklich anders. Wir entdecken ein Schild - 298 km bis Santiago. Wahnsinn, wir sind so nah! Der Weg geht nun (wenn auch nur kurz) abseits der Straße entlang. Herrlich - RUHIG!

In San Martin del Camino machen wir Rast in der Herberge und bekommen einen schönen Stempel. Weiter geht es immer der Straße nach. Nach weiteren 2 Stunden Staub und Lärm erreichen wir endlich die Puente de Orbigo. Sie überquert den Rio Orbigo und ist mit 20 Bögen und 300 m Länge die längste Brücke auf dem Jakobsweg. Wahnsinn. Schritt für Schritt überqueren wir sie und gelangen am anderen Ende nach Hospital de Orbigo. Dort werden wir auch gleich von unseren italienischen Freunden empfangen. Das ist ja mal schön. Wir gehen zur etwas abseits gelegenen Alberge Verde. Och was eine Idylle hier. Wir bekommen ein Bett und lassen es uns gut gehen.

Hier ist es wirklich zauberhaft. Ein riesiger Garten, super nette Menschen und Christian treffen wir auch wieder. Er ist sichtlich irritiert, da er dachte wir gehen nur bis Leon. Wir haben einen schönen Abend zusammen.

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