Variante Samos sehr idyllisch


Nach einer recht guten Nacht ohne Schnarcher geht es gegen 7:45 Uhr los. Ohne Frühstück nur mit einem Automatenkaffee, besser aber wie nix. Unser erster Stop in 10 km wird Samos sein. Zunächst geht es auf einem Trampelpfad entlang der Straße. Ein paar Pilger entscheiden sich für die Samos-Variante. Bei einer alten Mühle überqueren wir den Bach, den großen Bach. Wow, der hat viel Wasser! Der Weg ist wellig und führt immer am Bach entlang, mal links mal rechts. Kurz nach St. Martino haben wir einen ersten Blick auf das riesige Kloster in Samos.

Wettertechnisch ist alles in bester Ordnung, die Sonne erscheint pünktlich um 10 Uhr als wir vor dem Kloster stehen.

Hunger und Kaffeedurst haben Vorrang, also erst mal ab in die Bar. Zeit für Frühstück. Mit Cafe con leche und einem mega Toast mit Schinken, Ei und Tomaten. Bombe! Das wird den ganzen Tag anhalten, so reichhaltig wie das ist. Wir lassen es uns schmecken und haben dabei einen wundervollen sonnigen Blick auf das Kloster. Nach dem Essen steuern wir das Kloster an. Eines der ältesten Klöster der westlichen Welt. Beeindruckend auf jeden Fall und es gibt einen mega großen Stempel. Das Benediktinerkloster bietet Führungen von knapp 45 min an, allerdings nur auf Spanisch und nicht jetzt. Schade!

Wir belassen es bei der Besichtigung von außen und ziehen dann weiter.

Hinter Teiguin gabelt sich der Weg und wir gehen die zwar längere aber schönere Wegvariante durch den Wald. Etwas abenteuerlich, weil der Weg irgendwie x-mal verlegt wurde, aber die Pfeile eben immer noch da sind. Abenteuer aber passt ja gut zu uns und als wir dann auch den Stacheldrahtzaun unbeschadet meistern, kommen wir auch wieder auf den richtigen Weg… denn auf einmal wimmelt es wieder vor Pilgern.

Der Weg ist super schön, schattig, abseits der Welt und herrlich idyllisch. Lediglich ein klingeln einer Glocke eines Pilgers stört dieses heimelige. Naja also einen Schritt schneller und weg ist das Klingeln und wir sind weitestgehend alleine. Wir erreichen Perros und 10 min später kreuzen sich die Wegvarianten wieder. Wer also nicht über Samos ging, sondern den direkten Weg nach Sarria, der kommt jetzt wieder dazu. Merkt man auch gleich. Eine Gruppe hier, die nächste gleich danach. Meist auch nur "daypack-pilgrims"! Irgendwie nervig, ist aber so.

In der Ferne ist schon Sarria zu sehen – eine große Stadt für uns Pilger. Ruck zuck den Berg hinunter und wir erreichen die Vorstadt. Wir entscheiden erst mal zur Altstadt hoch zu gehen und zu schauen ob wir eine Herberge finden. Eine steile Treppe mit gefühlten 100 Stufen gilt es noch zu bewältigen und dann heißt es Herbergssuche. Die erste Herberge ist voll, gut auf zur nächsten. Es gibt hier in der Stadt echt genügend Herbergen, eine an der anderen und die Preise sind mit 10 €/Person auch gleich. In der Herberge International bekommen wir ein Bett. Der Schlafsaal mit 8 Betten ist so gut wie leer. Wir sind nur zu dritt im Moment. Gut so. Duschen, Waschen, Sightseeing – was soll ich sagen das übliche Pilgergedöns eben…

Noch 117 km bis Santiago!!!!!!

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