Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns

Tag 6 Nach fatima Kurz vor sechs ertönt liebliche Musik aus dem Handy gepaart mit der Glocke über uns… Es war etwas frisch heute nacht und heute morgen ist es nicht viel wärmer. Wir frühstücken noch mit Kaffee und Toast und starten kurz nach 7 Uhr. Erst mal geht es bergauf aus dem Ort und wir folgen der Straße. Und ja es ist schon ganz schön was los hier. Vor Covao de Feto biegen wir links ab und es wird jetzt interessant… oder einfach nur steil…. Bähm, warm gelaufen! Den Ort umlaufen und wieder auf die N getroffen…ach nee wir biegen wieder in „alpines“ Gelände ab. Verlaufen, unmöglich!!!! Soviele Fatima Schilder, das ist der Wahnsinn. Auf einem schmalen Pfad geht es stetig bergan. 

Steinig, felsig, mit vielen Olivenbäumen und hoch hoch hoch. Langsam aber sicher kommen wir voran. Das Wetter eher trüb und super windig! (Ich würde nie sagen, ich hasse Wind, aber in diesem Moment bin ich sehr nah dran.) Auf dem Bergkamm angekommen, ziemlich durchfröstelt, gibt es einen Rastplatz. Naja bei dem Wetter heute nützt der uns nichts, also weiter bergab nach Minde. Dort rasen wir in einem netten Cafe gleich am Ortseingang. Wow, es ist super nett und der Kaffee bombig! Und erst die Blätterteigteilchen, wahnsinnig lecker. Gut eine halbe Stunde ruhen und futtern wir – voll verdient! Dann geht es weiter, leicht bergan verlassen wir den Ort. Es geht stetig bergan, aber alles im Rahmen. Wir kommen an einem Windpark vorbei, 13km bis Fatima. Die Aufregung steigt, es ist ja nicht mehr weit. Die Landschaft ist einfach gigantisch toll… herrlich und wir genießen es einfach. Bei Kilometer 10 ca, verlassen wir den Waldboden und tippeln die Straße entlang. Hin und wieder geht noch mal links und rechts, alles aber super markiert. Und dann… km 2 – Ortsschild FATIMA. Wowwwwwwwwww….. irgendwie werden komischerweise die Schritte schneller. Und dann haben wir das erste Mal die Basilika im Blick. Ruck zuck stehen wir auf Europas größtem Kirchenvorplatz. 

Wahnsinn. Ein Anblick, der uns jegliche Worte verschlägt. Doch es geht erst mal ins Hotel „Francisco“, dort hatten wir gebucht. Nach einer Dusche und einigen Tapas sehe wir uns das Heiligtum genau an. Zahlreiche Menschen und Pilgergruppen begegnen uns. Überall wird irgendwie Messe gefeiert und die lieblichen Gesänge sind einfach nur toll. In der Basilika besuchen wir die Gräber der Hirtenkinder und halten inne. Dankbarkeit umringt uns. Irgendwie ist dieser Ort was ganz besonderes. Man kann es nicht in Worte fassen, das muss man spüren. Wir bekommen in der Info einen Pilgerstempel und entzünden Kerzen, für uns und unsere Familie und Freunde, für alle Pilger die unterwegs sind oder es bald sein werden. Wir lassen diesen Ort einfach auf uns wirken und nehmen positives, dankbares mit. Am Abend gehen wir gut und lecker portugiesisch essen. Es ist mittlerweile wirklich kalt geworden. Ich friere ohne ende und doch ist ein nächtlicher Spaziergang zum Heiligtum unabdingbar. Das ist wie so eine innere Unruhe, wenn ich das jetzt nicht mache, dann fehlt mir was – kennt ihr das? Zufrieden, müde und ausgelaugt, aber stolz es bis hierher geschafft zu haben. Endlich einmal in Fatima gewesen zu, die Magie selbst zu spüren…. Wir fallen selig ins Bett.             

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