Auf den Spuren der Römer

Tag 11 Nach Mealhada So früh wie nie kommen wir aus den Federn und nach dem selfmade Frühstück geht es um 6:45 auf den Weg. Heute liegen auch noch einige Kilometer vor uns. Heute morgen ist es völlig bedeckt und neblig, aber mit 15 Grad gar nicht so kalt. Das erste Stück auf der Straße auch gleich mit ner netten Steigung, da wird einem eh warm. Dann biegt der Weg ins Grüne ab und auf guter Schotterpiste geht es weiter. Immer wieder kommen wir an kleinen Kirchen vorbei, die neben den Glockenschlägen eine sehr einprägsame Melodie aus den Lautsprechern lassen. Das klingt echt richtig gut. Bergauf und ab aber gut zu gehen, wir überqueren die Autobahn du laufen unter dem alten Aquedukt hindurch. 

Hinunter und gleich wieder hinauf in Richtung Santa Clara. Wir kommen an dem riesigen Convent vorbei und vor uns liegt die ebenso riesige Stadt Coimbra. Es geht noch eine Weile abwärts und wir überqueren die Brücke Santa Clara. Der Lago de Portgaem ist aber auch riesig und ähnlich wie in Genf, gibt es hier eine Wasserfontäne. Wir nehmen gleich das erste Cafe und machen ordentlich Pause, mit Cafe und Cola und herzhaften Teilchen. Prima, die ersten 11 km hätten wir. Auf eine große Sightseeingtour verzichten wir. Das ist nicht unser Ding. Wir schlendern dennoch durch die Altstadt (etwas langsamer als normal) und schauen hier und da auch was an. Die Stadt ist zwar recht schön und sicher kann man hier auch viel sehenswertes und interessantes erleben, aber sie ist eben auch einfach voll und laut - das wollen wir nicht, also weiter, raus ins Grüne! In der Stadt muss an zudem immer genau nach den gelben Pfeilen gucken, die sind etwas versteckt. Wir treffen noch mal auf den lieben Hospitaliero von Cernache. Ach welch eine Freunde. Er wünscht uns einen guten Weg, dann geht’s weiter. 

Es geht lange auf Teerstraßen durch viele kleinere Orte. Hier und da kommen kleinere Anstiege, aber die schaffen wir gut, ist nicht der Rede wert. Die Sonne brennt auch schon weder gut und wir cremen was das Zeug hält. Nach gut 10 km dann die nächste Pause in Trouxemil. Hier gibt es einen einkaufsladen und hier rasten wir mit kühlen Getränken. Es ist genau 12 Uhr und die Kirchenmusik ertönt – das ist echt ganz cool. Und die Pilgerstatur „grinst“ uns an… Ach es ist herrlich! Relativ eben geht der Weg weiter durch kleine Orte in denen es immer was zum einkehren gibt. Also verdursten tut man hier nicht. In Santa Luzia holen wir nur kaltes Wasser und füllen die Flaschen auf. Die Sonne brennt enorm. Jetzt wird’s aber endlich schön, der Weg zweigt n den Wald ab. Schatten gibt es zwar auch wenig, aber die Eukalyptuswälder sind schon geil. Zudem ist der Boden weich…butterweich, wir laufen voll auf Sand. Da kommt etwas Strandfeeling auf. 

Heute gab es auch kaum Hunde auf der Strecke, das war mega schön. Kein bellen und angst haben (ich bin doch so ein Schisser, was Hunde angeht…). Nö ganz im Gegenteil, heute hab ich einem Hund Angst gemacht. Aber nur ausversehen!... Ich war so auf den Weg und mich fixiert… da hab ich den Hundi am Wegesrand im Schatten erst gesehen, als r direkt vor mir lag. Ich habe aufgeschrien, vor Schreck und schwupps hatte er Angst und lief davon. Am Ende wiess ich nicht, wer mehr Angst hatte. In Mala machen wir noch mal Pause und essen eine Kleinigkeit. Es liegen noch 5km vor uns und die erlaufen wir ruck zuck. Ein Dorf am anderen und dann kommt schon Mealhada als grosse Stadt. Und wie immer zieht sich der letzte Kilometer endlos! Aber alles ist gut, Laune und Füße sind super! Halb fünf erreichen wir nach 36km unser heutiges Tagesziel. Nach dem Check-in geht’s erst ml in die Bar, das Bier ruft!  

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